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Mehr Milieuschutz für Weißensee

Bewohner*innen der Umgebung des Weißen Sees vor Verdrängung schützen!

Das Areal um den Weißen See ist in den letzten Jahren als Wohnlage attraktiver geworden, was auch mit Verdrängungsprozessen von Bestandsmieter*innen einhergeht. Das Mittel des Milieuschutzes hat sich in der Vergangenheit bewährt, um die schlimmsten Auswüchse der Verdrängung abzumildern. Außerdem kann der Bezirk einen annähernd planbaren Zustand zur Entwicklung in den Quartieren herstellen.

Deshalb hat die Linksfraktion in die Tagung der BVV Pankow am 15.6.2022 einen Antrag eingebracht, die Ausweisung von sozialen Erhaltungsgebieten in dem Bereich zwischen Pistoriusstraße, Berliner Allee, Indira-Gandhi-Straße, Hansastraße, alte Industriebahntrasse, Rennbahnstraße und Am Steinberg zu prüfen. Bis zum Herbst soll das Bezirksamt Voruntersuchungen dafür vorlegen.

Im Ergebnis der Prüfung ist dem Ausschuss für Stadtentwicklung ein Ablaufplan für die Umsetzung vorzulegen, der in der zeitlichen Perspektive auch die gegebenenfalls jeweils erforderlichen vertiefenden Untersuchungen für die Festsetzung als soziales Erhaltungsgebiet umfassen soll.

Fred Bordfeld, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion Pankow, erklärt dazu: „Wir wollen vorrausschauend Gebiete mit hohem Aufwertungspotenzial ermitteln und Verdrängungsprozessen frühzeitig einen verträglichen Rahmen geben. Soziale Erhaltungsgebiete sollen auch verlässliche Eckpunkte für die Instandsetzung und Modernisierung des Bestandes schaffen. Die Bewohner*innen um das Areal um den Weißen See haben einen Anspruch darauf, dass alles getan wird, um sie vor Verdrängung zu schützen.“