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Ausstattung von Sozialarbeiter*innen

Kleine Anfrage: KA-0568/VIII

BV Dr. Jaana Stiller, Linksfraktion

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

Seit mehr als 10 Jahren gibt es durch Jugendpolitiker*innen auf Bezirks- und Landesebene die Bemühungen, jede Schule mit mindestens 1 Sozialarbeiter*in auszustatten. Der Bedarf ist unter Fachleuten unstrittig. Dennoch scheint es, - auch durch die schriftliche Anfrage des Abgeordnetenhaus Berlin (Drucksache 18/18227) - dass die Bemühungen bisher nicht durchweg erfolgreich waren.

  1. Wie ist der Stand zur Ausstattung von Sozialarbeiter*innen an Pankower Schulen (Grundschule, ISS, Gemeinschaftsschule, Gymnasium, sozialpädagogische Förderzentren)?
  2. Welche freien Träger der Jugendhilfe sind in den jeweiligen Schulen tätig?
  3. Mit welchen Schwerpunkten sind die Sozialarbeiter*innen an den jeweiligen Schulen eingesetzt und wie wurden die Schwerpunkte herausgearbeitet?
  4. Was unternimmt das Bezirksamt, um die Ausstattung mit Sozialarbeiter*innen an den Schulen zu verbessern?

Antwort der Bezirksamts

Abt. Jugend, Wirtschaft und Soziales

Zu 1.:

Aus Sicht der Jugendhilfe – unter Einbeziehung des Landesprogramms Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen und bezirklich finanzierter Angebote zur schulbezogenen Jugendsozialarbeit – sind 72 % der kommunalen Schulen Pankows nicht mit Sozialarbeiter*innen ausgestattet.
Genauere Angaben sind der Anlage 1 zu entnehmen.

Zu 2.:

Die Angaben sind der Anlage 2 zu entnehmen.

Zu 3.:

Für jeden Standort werden mit der Schule zielgruppen- und bedarfsgerechte Arbeitsschwerpunkte festgelegt und Ziele abgeleitet. Die jährlich verabredeten Ziele (Zielvereinbarungen) werden im Zusammenwirken von Schule, Jugendhilfeträger, Schulaufsicht, Jugendamt und weiteren Kooperationspartnern in gemeinsamen Kooperationsgesprächen ausgewertet und führen zur Festlegung neuer Ziele.

Die Arbeitsschwerpunkte umfassen in unterschiedlicher Ausprägung an allen Schulen die Gestaltung von Übergängen, die Prävention von Schuldistanz, die Stärkung sozialer Kompetenzen, Gewaltprävention, Suchtprävention, Gesundheitsförderung, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern, Kinderschutz, Inklusion, Mitwirkung in innerschulischen und außerschulischen Gremien, AGs usw. sowie die Unterstützung bei der Öffnung in den Sozialraum oder der Einbindung Dritter an den Ort Schule.

Zu 4.:

Dem Bezirksamt stehen derzeit keine Möglichkeiten zur Verfügung, um dem unstrittigen Bedarf nach Schulsozialarbeit an allen Schulen zu entsprechen.

Dr. Torsten Kühne
Bezirksstadtrat

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