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Gibt es Wohnraum im Kunstwerk?

Kleine Anfrage: KA-0418/VIII

BV Fred Bordfeld, Linksfraktion

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

  1. Welcher Erkenntnisse hat das Bezirksamt über Leerstand in dem im sozialen Erhaltungsgebiet Teutoburger Platz gelegenen Wohngebäude Schönhauser Allee 187? Wieviele Wohn- und Gewerbeeinheiten befinden sich in dem Gebäude und welche stehen derzeit leer?
  2. Zur Straßenseite ist das Haus momentan mit einem großflächigen Kunstwerk versehen, welches dem Augenschein nach ca. 9 Fenster vollständig und weitere teilweise verschließt. Ist der Einschätzung des Bezirksamtes nach dieses Verschließen der Fenster mit einer Wohnnutzung in Einklang zu bringen und liegt gegebenenfalls ein behördliche Genehmigung für Leerstand in den betreffenden Wohnungen vor? Wenn ja seit wann und für welchen Zeitraum?
  3. Sollten Menschen hinter dem Kunstwerk wohnen, was unternimmt das Bezirksamt, um diese beim wiedererlangen von gesunden Wohnverhältnissen zu unterstützen?
  4. Liegen für das Gebäude Anträge auf Instandsetzung oder Modernisierungarbeiten vor, wann wurden diese gegebenenfalls gestellt und wie ist der Stand der Bearbeitung?

 

Antwort des Bezirksamts

Abt. Stadtentwicklung und Bürgerdienste

Zu 1.:

Es liegen derzeit keine Erkenntnisse zum Objekt und etwaigem Leerstand vor. Die Kleine Anfrage wird zum Anlass genommen, dass das Wohnungsamt auch in diesem Fall ein Amtsverfahren wegen ungenehmigten Leerstandes einleiten wird.

Es wird noch einmal darauf hingewiesen, dass der Wohnungsbestand des Bezirks Pankow nicht systematisch nach Leerstand überprüft wird. Leerstand und jede andere Art der Zweckentfremdung von Wohnraum, kann über das Hinweisformular auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mitgeteilt werden –

ssl.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/zweckentfremdung_wohnraum/formular/adresswahl.shtml.

Zu 2.:

Da nicht bekannt ist, ob und in welchem Umfang aktuell Leerstand in dem Gebäude herrscht und nicht bekannt ist, ob das Kunstwerk blickdicht ist, kann derzeit keine Einschätzung darüber getroffen werden, ob das Kunstwerk eine Wohnnutzung einschränkt oder gar unmöglich macht.

Zu 3.:

Es entzieht sich der Kenntnis des Bezirksamtes, ob in den ggf. betroffenen Wohnungen aktuell eine Wohnnutzung stattfindet. Ebenso sind aktuell keine Bürgerhinweise oder Bügerbeschwerden bekannt, die aus diesem Grund bereits ein Einschreiten notwendig machen würden.

Zu 4.:

Mit Datum vom 23.12.2015 wurde ein Bauantrag bei der Bau- und Wohnungsaufsicht eingereicht.
Folgende Baumaßnahmen wurden beantragt:

  • Modernisierung/ Instandsetzung Vorderhaus und beider Seitenflügel
  • Dachgeschossausbau
  • Abriss einstöckiger Seitenflügel und Anbau/Neubau rechter Seitenflügel
  • Aufzugsanbau an Vorderhaus und Aufzugseinbau in den rechten Seitenflügel
  • Balkonanbau an den linken Seitenflügel
  • Fensteraustausch

Die Baugenehmigung wurde am 30.05.2016 erteilt. Anträge / Genehmigungen nach §§ 172, 173 BauGB liegen nicht vor.

Sören Benn
Bezirksbürgermeister