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Umbau Fröbelplatz

Kleine Anfrage: KA-0633/VIII

BV Wolfram Kempe, Linksfraktion

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

In den letzten Monaten war zu beobachten, daß das Bezirksamt auf dem Fröbelplatz offenbar eine – wenn auch dilettantische – Panzersperre zur Prenzlauer Allee hin hat errichten lassen. Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt:

  1. Mit welchen Truppenbewegungen auf dem Fröbelplatz rechnet das Bezirksamt kurz-, mittel- und langfristig aus welchen Gründen?
  2. Mit welchen Kosten geht das Bauwerk in die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Fröbelplatzes ein?
  3. Wieviel Kubikmeter Stahl-Beton wurden für dieses Bauwerk verbaut?
  4. Wieviel Quadratmeter Boden wurden durch dieses Bauwerk versiegelt?
  5. Hält das Bezirksamt diese zusätzliche Bodenversiegelung auf dem Fröbelplatz angesichts der Notwendigkeit, gerade innerstädtische Flächen zur Regenrückhaltung bei Starkregenereignissen zu entsiegeln, für angemessen?
  6. Hätte die ursprüngliche Zweckbestimmung des Bauwerkes auch durch andere Maßnahmen, beispielsweise einen bepflanzten Erdwall oder eine Benjeshecke, erreicht werden können? Wenn nein, warum nicht?

Antwort des Bezirksamts

Abt. Stadtentwicklung und Bürgerdienste

Zu 1.:

Kann vom SGA nicht beantwortet werden.

Zu 2.:

Ein wichtiger Aspekt bei der Planung der Neugestaltung der Flächen war, dass die Parkanlage durch Reduzierung der Lärmbelästigung aus dem Auto- und Straßenbahnverkehr durch die Prenzlauer Allee an Aufenthaltsqualität gewinnt.
Das Ergebnis von schalltechnischen Untersuchungen war eine mindestens 2,00- 2,50 m hohe Lärmschutzwand, die sich auf die gesamte Breite zur Prenzlauer Allee erstreckt. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile aller Varianten wurde sich für eine Minimalwand, die sich gut in die Gestaltung der Parkanlage integriert und mit der Gehölzabpflanzung auch als Sichtschutz dient, entschieden. Die Gesamtkosten für die Neugestaltung der Parkanlage werden voraussichtlich 895.000 € betragen. Für die Lieferung und Aufbau des Freiraumelementes werden der Galabaufirma 146.000 € gezahlt.

Zu 3.:

Das Freiraumelement ist 86 m lang und max. 0,40 m breit und steht auf einem Fundament und einer Schottertragschicht von 113 m² Fläche.
Das Element wird von einer Fachfirma vor Ort im Spritzbetonverfahren auf vorgefertigte Bewehrungsstäbe gebaut und anschließend die Oberflächen geglättet. Solche Elemente werden, wie auch Skatereinrichtungen, nicht nach Beton- und Stahlmengen ausgeschrieben. Der hintere Bereich des Freiraumelements wird mit Boden angeglichen und modelliert sowie bepflanzt.

Zu 4.:

Siehe Beantwortung Frage 3.

Zu 5.:

Die Gesamtfläche, die neu gestaltet wird, beträgt rd. 8.400 m². Davon werden 2.600 m² Rasen- und Wiesenfläche angelegt bzw. überarbeitet, 1.500 m² gepflasterte Wegeflächen angelegt und 868 m² Pflanzfläche neu hergestellt sowie rd. 3.400 m² vorhandene Gehölzfläche aufgearbeitet.
Die Flächengröße vom Freiraumelement beträgt 32 m².
Die zentral sich im Park befindende Spiel- und Liegewiese wird zum Freiformelement hin hochgezogen. Der Bereich unmittelbar hinter dem Freiform-Element wird mit einer Mischung aus Bambus und hohen immergrünen Gräsern bepflanzt, so dass die Spiel- und Liegewiese weitestgehend von dem von der Prenzlauer Allee ausgehenden Lärm abgeschirmt wird. Auf der Wiese werden Sonnenliegen und Tisch- Bank-Kombinationen aufgestellt, die zum Verweilen und Ausruhen einladen.

Zu 6.:

Wie in der Antwort zu Frage 5 beschrieben, wird der „bepflanzte Erdwall“ von einer geschwungenen Betoneinfassung fachgerecht gestützt.
Diese Ausführung ist langlebig und haltbar. Eine Benjeshecke ist ungeeignet, da sie für diesen Zweck im innerstädtischen Bereich mit den Belastungen und Nutzungen nicht geeignet ist, sowie für die nachfolgende Pflege und Unterhaltung keine Option ist, da sie im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht laufend erneuert werden muss.

Vollrad Kuhn
Bezirksstadtrat