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6. Tagung der BVV

Ds. VIII-0129

Erhöhung der Verkehrssicherheit am Schönhauser Tor

Antrag der Linksfraktion


Die BVV möge beschließen:

1. Das Bezirksamt wird ersucht, sich gemeinsam und in Absprache mit dem Bezirk Mitte bei der Verkehrslenkung Berlin (VLB) für die Errichtung eines »Aufgeweiteten Radaufstellstreifens« (ARAS) in Verbindung mit einer Anpassung der Ampelphasen am südlichen Ende der Schönhauser Allee einzusetzen.

2. Das Bezirksamt wird weiterhin ersucht, sich bei der VLB dafür einzusetzen, die in die Schönhauser Allee rechtsabbiegenden Fahrzeuge aus der Torstraße, vor allem aber die geradeausfahrenden Fahrzeuge aus der Rosa-Luxemburg-Straße an der Stelle der Einfädelung der bis dahin separaten Spuren in der Schönhauser Allee mittels Lichtsignal auf den dort - meist gleichzeitig - kreuzenden Fahrradverkehr aus der Alten Schönhauser Straße Richtung Norden aufmerksam zu machen.

BEGRÜNDUNG:

Die Kreuzung Schönhauser Allee/Torstraße/Alte Schönhauser Straße/Rosa-Luxemburg-Straße ist insgesamt unübersichtlich; gleichzeitig aber von allen Verkehrsarten stark frequentiert. Insbesondere von Radfahrenden, deren Verkehre sich an dieser Kreuzung bündeln, wird die Nord-Süd-Relation Alte Schönhauser Straße/Schönhauser Allee besonders stark genutzt, weil das im Süden im Bezirk Mitte anschließende Scheunenviertel insgesamt verkehrsberuhigt ist. Knapp 20 Meter hinter der Kreuzung mündet die als Fahrradstraße ausgewiesene Linienstraße in die Alte Schönhauser Straße, die hier obendrein als Einbahnstraße Richtung Süden (»Fahrradfahrer in Gegenrichtung frei«) ausgewiesen ist. 

Für den nach Süden gerichteten Fahrradverkehr besteht der Punkt größter Gefährdung durch die Rechtsabbiegespur aus der Schönhauser Allee in die Torstraße. Dem kann durch die Ausweisung eines »Aufgeweiteten Radaufstellstreifens« (ARAS) abgeholfen werden. Er würde auch dem überdurchschnittlich hohen Radverkehrsaufkommen aus Richtung Norden Rechnung tragen. Gegebenenfalls müssen die Ampelphasen angepasst werden.

Die größte Gefahrenquelle für den Radverkehr in Richtung Norden besteht darin, dass er – schon im Verlauf der Schönhauser Allee – gezwungen ist, die Spuren, die den Motorisierten Individualverkehr (MIV) rechtsabbiegend aus der Torstraße und geradeausfahrend aus der Rosa-Luxemburg-Straße ebenfalls in Richtung Norden aufnehmen, in spitzem Winkel zu kreuzen. Verschärfend kommt hinzu, dass sowohl der Radverkehr aus der Alten Schönhauser Straße als auch der MIV aus der Rosa-Luxemburg-Straße jeweils die gleiche Grünphase haben; zudem hat der MIV aus der Rosa-Luxemburg-Straße meist eine hohe Geschwindigkeit. Zwar müssen die Autofahrenden an der – von Süden aus betrachtet – quasi nach hinten versetzten Einmündung in die Schönhauser Allee die Vorfahrt gewähren und werden auch durch zwei entsprechende Verkehrszeichen darauf hingewiesen. Allein, das tägliche Erleben zeigt, dass das wenig nützt. 

Das Bezirksamt hat kürzlich selber Pläne zum baulichen Umbau insbesondere des Fahrradstreifens im sogenannten »Bypass«, also der beiden nach Norden führenden Fahrstreifen, vorgestellt, die unter anderem auch zu einer verringerten Geschwindigkeit des MIV führen sollen. Das ist sicher ein erster Schritt. Hier nun wird ein weiterer Schritt in dem Bewusstsein vorgeschlagen, dass man sich an eine optimale Lösung herantasten muss.