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3. Tagung der BVV

Ds. VIII-0054

Freihaltung einer Straßenbahntrasse Michelangelostraße

Antrag der Linksfraktion


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, im Ergebnis der vorgenommenen Variantenprüfung (siehe VzK Drs. VII-1190 v. 20.9.16) bei der Straßenum- bzw. Neubauplanung für die Michelangelostraße im Zuge der behutsamen Nachverdichtung des dort gelegenen Wohngebietes eine Straßenbahntrasse in Mittellage mit einer Mindestbreite von 6,5 Metern freizuhalten und bei der Querschnittsgestaltung des künftigen Straßenraumes verbindlich vorzusehen.

BEGRÜNDUNG:

In der Antwort auf die Drucksache VII-1190, vorgelegt auf der 2. BVV-Tagung am 16.11.2016, hat das Bezirksamt ausgeführt, dass zur Freihaltung einer Straßenbahntrasse in der faktisch neuzubauenden Michelangelostraße drei verschiedene Varianten realisiert werden könnten, die alle prinzipiell möglich wären. Sie führen jedoch in jeweils unterschiedlichem Maße zu Einschränkungen für andere Verkehrsarten durch unterschiedliche Straßenraumaufteilung im zukünftigen Straßenquerschnitt.

Eine »Straßenbahntrasse im Mischverkehr« (mit dem MIV) ändert vor der Hand zwar nicht den Querschnitt, wäre aber die schlechteste Lösung, weil sie die Straßenbahn selbst erheblich behindert und vor allem verlangsamt. Auf diese Variante sollte heute beim Neubau von Straßen grundsätzlich nicht mehr zurückgegriffen werden.

Eine Straßenbahntrasse (richtungsweise) neben den Richtungsfahrbahnen würde sowohl die vorgesehenen Fahrradstreifen, die Parkstreifen als auch die Straßennebenräume (Fußwege) erheblich reduzieren.

Eine Straßenbahntrasse in Mittellage auf einem ausreichend breiten Mittelstreifen würde lediglich zur Folge haben, dass man den Gesamtquerschnitt um 75 Zentimeter (geplant sind derzeit 37 Meter) ausweitet.

Angesichts dieser Abwägung – 37 Meter versus 38 Meter gesamter Straßenbreite – sollte auch für das Bezirksamt und das beteiligte Planungsbüro eine Entscheidung nicht schwer fallen.