Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

8. Tagung der BVV

Ds. VIII-0215

Planungsrahmen am ehemaligen Güterbahnhof

Gemeinsamer Antrag der Linksfraktion der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, folgenden Rahmen zur Grundlage seiner Planungen zu machen:

Auf Flächen im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Greifswalder Straße werden Erfordernisse sowohl in den Bereichen öffentliche Infrastruktur und Grünflächen, als auch im Bereich Wohnungsbau miteinander verbunden umgesetzt:

Der Schulcampus wird umgesetzt. Eine sinnvolle Durchwegung des gesamten Gebietes zwischen der Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße für Fußgänger und Radfahrer wird sichergestellt.

Auf Teilen der öffentlichen Flächen werden in einem partizipativen Planungsprozess Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von maximal 9.750 m² errichtet. Die Bebauung soll blockrandbildend der Greifswalder Straße folgen und sich in der Lilli-Henoch-Straße – ebenfalls blockrandbildend – rücksichtsvoll in die Wohnqualität der Bestandsbebauung einfügen. Die Oberkante dieser Bebauung soll die Höhe der Bestandsbebauung südlich der Lilli-Henoch-Straße nicht überschreiten.

Bei der Planung des gesamten Areals ist die Schaffung eines Grünzugs in funktional angemessener Breite bis zur Greifswalder Straße sicherzustellen.

BEGRÜNDUNG:

Die Flächen rund um den ehemaligen Güterbahnhof an der Greifswalder Straße bieten dem Bezirk die Möglichkeit, dringende Bedarfe im Bereich Schule, Wohnen und Naherholung im innerstädtischen Bereich anzugehen und den Bestand zurückhaltend weiterzuentwickeln. Mit einem offenen Schulcampus an dieser Stelle können moderne Bildungsangebote umgesetzt werden und im wachsenden Bezirk dringend benötige Schulplätze geschaffen werden.

Die gute verkehrliche Erschließung durch den S- und Trambahnhof an der Greifswalder Straße wird genutzt und durch die blockrandschließende Bebauung mit kleingliedrigen Wohnungsgrundrissen städtebaulich eingefasst.

Eine übergeordnete Grün- und Wegeverbindung zwischen Planetarium und Anton-Saefkow-Park wird von den Bahnanlagen weg und über den neu zu gliedernden Bereich an der Lilli-Henoch-Straße geführt. Die Begrenzung der Bebauungshöhe soll nachhaltig das Entstehen einer »Hinterhof-Situation« ausschließen.

Selbstverständlich müssen alle sich entwickelnden Planungen im Detail ständig mit Anwohner*innen und den Gremien der BVV kommuniziert und gegebenenfalls in offenen Verfahren angepasst werden.