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30. Tagung der BVV

Drs. VIII-1095

Streckenführung für die Verlängerung der M2 zum Bahnhof Blankenburg

Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Linksfraktion


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird aufgefordert, bei der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz darauf zu drängen, dass die Vorzugsvariante für die Verlängerung der Straßenbahnstrecke M2 von Heinersdorf zum S-Bahnhof Blankenburg im vierten Planungsabschnitt (zwischen Heinersdorfer Straße und S-Bahnhof) wie folgt überarbeitet wird:

Die Straßenbahntrasse verlässt das Baufeld »Blankenburg Süd« in Höhe der Einmündung Schäferstege, folgt der Schäferstege bis zur Blankenburger Bahnhofstraße, biegt dort links ab, folgt der Bahnhofstraße bis zur Einmündung des Rohrammerweges, biegt dort rechts ab und überquert die Bahnhofstraße. Die Endhaltestelle und die Wendeschleife der Straßenbahn werden nördlich der Bahnhofstraße und östlich des S-Bahnhofes angeordnet; die Endhaltestelle wird mit einem Tunnel durch den Bahndamm mit dem Bahnhofsgebäude verbunden. Für die Straßenbahntrasse, einen Radweg und Schallschutzmaßnahmen werden die Grundstücke der »Anlage Blankenburg e.V.« zwischen Waldammerweg und Blankenburger Bahnhofstraße – ggf. auch nur teilweise – in Anspruch genommen.

Dieser Beschluss wird dem Abgeordnetenhaus von Berlin und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vom Bezirksamt unverzüglich zur Kenntnis gegeben.

Begründung:

Die sogenannte »Vorzugsvariante« der Verlängerung der M2-Straßenbahntrasse (siehe Internet-Veröffentlichung SenUVK) folgt in ihrem letzten Abschnitt der Trasse der »Tangentialverbindung Nord«, die ursprünglich durch die Anlage Blankenburg gebrochen werden sollte und die die Anlage substantiell zerstört hätte. Unter anderem aus diesem Grund hat die BVV Pankow dieses Vorhaben seit Jahren vehement abgelehnt. Von diesem Straßenbauvorhaben hat SenUVK Abstand genommen, hält aber nach wie vor im vierten Planungsabschnitt der M2-Verlängerung an ihrer »Vorzugsvariante« fest. Das ist nicht nachvollziehbar, weil dafür die Voraussetzung entfallen ist. Schon in der Variantenuntersuchung zum vierten Planungsabschnitt hatte SenUVK eine »Variante 4B3« untersucht (siehe »Kurzbericht Verkehrliche Begründung für die Straßenbahnanbindung« der SenUVK, 11/2019), die allerdings den Nachteil hatte, dass die zerstörende Wirkung für die Anlage Blankenburg der Trassenvarianten für die Bewertung keine Rolle spielte. Die hier vorgeschlagene Variante der Trassenführung lehnt sich an diese Variante »4B3« an, greift in viel geringerem Maße in die Anlage Blankenburg ein und verlegt die Wendeschleife für die Straßenbahn auf die Nordseite der Bahnhofstraße, wo ebenfalls ausreichend Platz vorhanden ist, der obendrein bessere hydrologische Bedingungen aufweist.

Eine Straßenbahnverbindung zwischen dem S-Bahnhof Blankenburg und dem Bauvorhaben »Blankenburg Süd« ohne Eingriff in die Anlage Blankenburg ist angesichts des überlasteten Bestandsstraßensystems nicht möglich.