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24. Tagung der BVV

Drs. VIII-0850

Wasserspender ins Jobcenter Pankow

Antrag der Linksfraktion


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, sich in der Trägerversammlung des Jobcenter Pankow engagiert dafür einzusetzen, dass dem Vorbild des Jobcenters Lichtenberg folgend, im Wartebereich der Kunden des Jobcenters Wasserspender aufgestellt werden, mittels derer den Kund*innen und Besucher*innen des Jobcenters Pankow kostenloses Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird.

Begründung:

Kund*innen bzw. Besucher*innen des Jobcenters warten täglich mehrere Stunden in dem Haus, um existentielle Angelegenheiten zu regeln. Die gegenwärtige Organisationsstruktur sowie die für die Kund*innen bzw. Besucher*innen nur wenig transparenten und unklaren Bearbeitungswege bezüglich ihrer Anliegen, die mit dem Aufenthalt im Jobcenter verbundenen Wartezeiten und die daraus de facto resultierenden Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, belasten die Kunden bzw. Besucher*innen psychisch und physisch. Es ist deshalb mit Blick auf die Belastungssituation von Kund*innen und Mitarbeiter*innen sinnvoll und wichtig, dass eine Grundversorgung der Menschen mit Trinkwasser während deren Aufenthaltes im Jobcenter gewährleistet ist. Dies gebietet auch die Achtung vor der Würde des Menschen. Im Haus selbst gibt es keinerlei Möglichkeit zur Versorgung mit Getränken. Die hygienische Situation in den Toilettenräumen verbietet es, auf eine dort mögliche Entnahme von Trinkwasser (Leitungswasser) zu verweisen. Ein Verlassen des Hauses zum Erwerb von Getränken im nahgelegenen Einzelhandel beinhaltet in der Regel das Risiko, dass man seinen Platz in der Reihe der Wartenden verliert oder bei persönlichem Aufruf nicht anwesend ist. Da die konkreten Ansprechpartner*innen für die Kund*innen bzw. Besucher*innen vor Aufruf persönlich nicht ansprechbar sind, besteht auch nicht die Möglichkeit, sich für einen gewissen Zeitraum der Abwesenheit vom Warten zu entschuldigen oder gezielt zurückzumelden. Folglich warten Menschen, sofern sie nicht in der Lage waren, sich vorab ausreichend für unklare Wartezeiten mit Getränken zu bevorraten (und dafür gibt es durchaus verschiedene und akzeptable Gründe), nicht selten ohne ausreichend zu trinken oder sie gefährden ihre Wartesituation. Das muss nicht so bleiben.

Das Jobcenter Lichtenberg bietet seinen Kund*innen bzw. Besucher*innen seit längerer Zeit über Wasserspender im Wartebereich kostenloses Trinkwasser an. Dies mit Erfolg und positiven Rückmeldungen. Das Jobcenter Pankow sollte dem Vorbild Lichtenbergs folgen und damit für die Menschen den Aufenthalt im Jobcenter, so erniedrigend er oft empfunden wird, durch die kostenlose Versorgung mit Trinkwasser wenigstens etwas erträglicher machen. Dieses Angebot wird nicht nur in den heißen Sommermonaten, sondern auch zu anderen Zeiten des Jahres dazu führen, dass manche Anspannung durch physiologische Entspannung etwas Entlastung findet.