Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Krankenstand im Bezirksamt Pankow im Jahr 2017

Kleine Anfrage: KA-0337/VIII

BV Christina Pfaff, Linksfraktion

Auch im Jahr 2017 wurde von Seiten des Bezirksamtes immer wieder darauf hingewiesen, dass bestimmte Aufgaben nicht oder nur teilweise erledigt werden können und die Bearbeitungszeiten von Anträgen (bspw. auf Ausstellung eines Wohnberechtigungs-scheines oder der Zahlung von Wohngeld) unverhältnismäßig hoch sind, weil der Krankenstand der Beschäftigten sehr hoch ist.

Ich frage das Bezirksamt:

  1. Wie hoch war der Krankenstand im Jahr 2017?
  2. Wie hoch war der Anteil von Langzeiterkrankungen?
  3. Wie viele Beschäftigte befanden sich im s.g. „Hamburger Modell?
  4. Gibt es im BA ein Gesundheitsmanagement? Bitte nennen Sie die Schwerpunkte.

Bei der Beantwortung der Fragen 1 bis 3 bitte ich um Benennung der Anzahl im Verhältnis zu den  Gesamtbeschäftigten und jeweils aufgeschlüsselt auf die einzelnen Ämter.

Antwort des Bezirksamts

Abt. Kultur, Finanzen und Personal. Bezirksbürgermeister

Zu 1.

In 2017 betrug In Pankow die durchschnittliche Zahl der Kalendertage mit Erkrankungen je Beschäftigten 42,2 Tage.

Zu 2.

Eine zentrale Auswertung nach Dauer der Erkrankungen ist nicht möglich.

Zu 3.

Eine Auswertung nach dem Merkmal »Hamburger Modell« ist im Verfahren IPV (Integrierte Personalverwaltung) nicht vorgesehen. Die Frage könnte nur durch eine sehr aufwändige Auswertung der Personalakten beantwortet werden. Erschwerend für Auswertungen kommt hinzu, das beamtete Dienstkräfte während ihrer Teilnahme am »Hamburger Modell« als diensttauglich gelten, Tarifbeschäftigte sich aber im Status »Krankheit« befinden.

Zu 4.

Ja, es gibt im Bezirksamt Pankow ein Gesundheitsmanagement.

Im Rahmen des Gesundheitsmanagement werden Maßnahmen der klassischen betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten: Seit Januar 2017 können die Beschäftigten die Kurse der Volkshochschule Pankow aus der Sparte Gesundheit zum ermäßigten Entgelt besuchen. Den Restbetrag übernimmt das Bezirksamt Pankow. Hierzu gab es eine BA-Vorlage (VIII-0055/2017).

Weiterhin wird seit vielen Jahren in drei Dienstgebäuden eine mobile Massage angeboten. Dem jeweiligen Bedarf angepasst, findet die Massage im wöchentlichen, zweiwöchentlichem und vierwöchentlichem Turnus statt.

Im Jahr 2017 wurde für die Beschäftigten ein Zumba-Kurs im Gebäude des Gesundheitsamtes in der Grunow-Straße angeboten. Ein weiterer Bewegungskurs (»Kraft & Entspannung«, vor allem Rücken-Training und Stretching) startet im Juni 2018 im Rathaus Pankow.

Im November 2017 fand im Rathaus Pankow ein »Aktionstag Gesundheit« statt. In der Zeit von 10:00-14:00 Uhr standen den Beschäftigten ein Informationsstand zu den Themen Herz-Kreislauf und Gesundheit, sowie eine Körperwertemessung am Infostand zur Verfügung. Parallel konnte die individuelle Herzgesundheit mit dem »Herzcoach« ermittelt werden. Zusätzlich wurden Schnupperkurse zu den Themen Zumba, Bauch-Beine-Po, Rücken und Stretching und zwei Vortrags- /Informationsveranstaltungen zum Thema »Prävention von belastungsinduzierten Rücken- und Gelenkbeschwerden« angeboten. Diese dienstlich organisierte Veranstaltung durfte durch die Beschäftigten während der Dienstzeit besucht werden. Eine Wiederholung ist geplant.

Eine Workshop-Reihe zu den Themen Stress-Schlaf-Achtsamkeit wurde 2016/2017 angeboten.

Außerdem wird im Rahmen der Verhältnisprävention (ergonomische Arbeitsplatzausstattung, Fürsorgepflicht des Arbeitgeber/Dienstherren und des Arbeits- und Gesundheitsschutz) die Arbeitsplatzausstattung der Büroarbeitsplätze sukzessive verbessert: Es gab eine BA-Vorlage zur Arbeitsplatzausstattung (VIII-0069/2017), wonach ab 2018 nach und nach alle Büroarbeitsplätze mit elektromotorisch höhenverstellbaren Tischen ausgestattet werden sollen. Hierzu wurden im Dezember 2017 die ersten etwa 50 Beschäftigten angeschrieben. Erste Anschaffungen erfolgten bereits.

Zudem wurde im Rahmen der 3. Änderung des Arbeitsmaterials zum TV-Infotechnik der Verfahrensablauf der Kostenerstattung von Bildschirmarbeitsbrillen neu geregelt. Es wurde ein Rahmenvertrag mit einer Optikerkette abgeschlossen. Dieser Vertrag ist zum einen wirtschaftlicher für das Bezirksamt Pankow, zum anderen wird hiermit die Möglichkeit eröffnet, dass 100% der Kosten für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille vom Arbeitgeber/Dienstherren übernommen werden.

Weiterhin wird den Beschäftigten des Bezirksamtes Pankow (inklusive Jobcenter) eine externe Sozialberatung angeboten (sogenanntes EAP). Seit September 2017 wurde der Leistungskatalog um verschiedene Module zur FührungskräfteEntwicklung und zur Teamentwicklung/Konfliktmoderation erweitert. Ein weiterer integraler Bestandteil des Gesundheitsmanagements im Bezirksamt Pankow ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM).

Sören Benn