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Kinder und Jugend

Pankow ist ein stetig wachsender Bezirk und Heimat zahlreicher Familien. Bei uns leben – im Berliner Vergleich – die meisten Kinder und Jugendlichen. Die Linksfraktion macht sich für einen familienfreundlichen Bezirk und eine kinderfreundliche Kommune stark. Aktuell kämpfen wir vor allem für den Erhalt der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie ihre ausreichende personelle Ausstattung angesichts der Kürzungen des Berliner Senats und des Bezirks.

Hier finden Sie alle unsere Anträge und Anfragen, sowie alle Meldungen mit Bezug zu Kinder- und Jugendpolitik.

Ausbildungspaten

6. Tagung der BVV

Ds. VI-0150

Antrag
der Linksfraktion


Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt Pankow wird beauftragt, eine Koordinierungsstelle  »Ausbildungspaten für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz« einzurichten.
Ihre Aufgabe soll es sein, nach Ausbildungspaten zu suchen, die bereit sind, ihre Erfahrungen und ihr Beziehungsnetz einzusetzen, um betroffenen Jugendliche beim Finden eines Ausbildungsplatzes zu unterstützen bzw. ihnen Hilfestellung geben und vermitteln, um Ausbildungsreife zu erlangen. Sie soll eng mit den lokalen Akteuren der Arbeitsmarktintegration zusammenarbeiten, sowie die Qualifizierung der Paten organisieren.

Begründung:

In Pankow gibt es derzeit ca. 3.300 arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren, ca. 2.250 von Ihnen sind ALG II EmpfängerInnen.

Schon SchülerInnen beschreiben immer wieder die gleichen Sorgen wie die Angst, vom Amt abhängig zu sein, Perspektivlosigkeit, Gefühle des Versagens, Schlaflosigkeit, Langeweile, Suchtgefahr, Angst vor dem Verlust der FreundInnen mit Ausbildungsplatz, die zwangsläufig in einen neuen Freundeskreis kämen.

Für Jugendliche mit einer schlechten »Startposition« ist es fast unmöglich, über die herkömmlichen Wege an Arbeit und Ausbildung zu kommen. Häufig sind sie in Folge ihrer frustgeprägten Bildungsbiographie zudem demotiviert und entwickeln negative Selbstbilder. Die Beziehung zur Gesellschaft ist häufig gespannt.

Über die Koordinierungsstelle soll die potenziell reichlich vorhandene Ressource ehrenamtlichen/bürgerschaftlichen Engagements für orientierungslose Jugendliche nutzbar gemacht werden. Jugendliche und Unterstützungswillige können über diesen Weg zusammenfinden.

Die Paten sollen als persönliche Ansprechpartner Lotsen und Unterstützer sein, die mit Herz und »Vitamin B« den Jugendlichen auf dem steinigen Weg in die Arbeitsgesellschaft Begleiter, Ratgeber und Türöffner sind.

Ausbildungspatenschaften sollen bestehende und bewährte Integrationsinstrumente nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen, in Fällen, wo Jugendliche es allein nicht schaffen, im Dschungel von Zuständigkeiten und Anlaufstellen »am Ball« zu bleiben.

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