Historische Bezüge im Inklusionssportpark an der Cantianstraße darstellen
Ds. VIII-0493
Antrag der Linksfraktion
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, sich namens des Bezirks mit folgenden Anliegen an die Senatsverwaltung für Inneres und Sport zu wenden:
A. Bei der Umgestaltung des Sportparks an der Cantianstraße zu einem Inklusionssportpark sind durch Benennungen von Anlagen, Orten und Wegen die Ortsgeschichte zu berücksichtigen und dabei die Akteure vor Ort (Gedenktafelkommission, Haus der Fußballkulturen, Anwohner*inneninitiativen, Sportvereine) einzubeziehen.
B. Die Benennung des großen Stadions nach Friedrich Ludwig Jahn ist kritisch zu überprüfen.
Begründung:
Während der Beratung der inzwischen zurückgezogenen Drucksache VIII-0391 „Hauptweg durch den Mauerpark nach Rudolf Mosse benennen“ im Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften wurde deutlich, dass ein großes Interesse an einer Berücksichtigung der Geschichte des Areals bei der Entwicklung des Inklusionssportparks vorhanden ist. Dazu gehört u.a. die mögliche Würdigung des Engagements von Rudolf Mosse durch die Benennung eines Weges/Ortes oder einer Sportanlage.
Die Benennung von Sportstätten nach dem „Turnvater“ und bekennenden Antisemiten Friedrich Ludwig Jahn wird inzwischen allgemein kritisch beurteilt. Deshalb sollte der Senat diese Benennung überprüfen.
