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Drs. IX-0154

Zukünftige Schulneubauten in Holzbauweise

Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Linksfraktion


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, die zukünftigen Schulneubauten nach Möglichkeit als Schulen in Holzbauweise zu planen. Dabei soll die Barrierefreiheit berücksichtig werden. 

Der Ausschuss für Schule und Sport ist jeweils zu informieren, sofern eine Umsetzung in Holzbauweise als nicht möglich eingeschätzt wird. Bei Abweichung von diesem Grundsatz ist die Entscheidung gegen die Holzbauweise ausführlich zu begründen.

Darüber hinaus soll sich das Bezirksamt bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und der Senatsverwaltung für Finanzen dafür einsetzen, dass die Konzeption von Holzbau-Schulen dahingehend weiterentwickelt wird, dass sie allen qualitativen und pädagogisch notwenigen Anforderungen entspricht und das Musterraumprogramm grundlegend abbildet.

Begründung:

Pankow benötigt dringend Schulplätze und somit neue Schulen. Die aktuelle Dauer von der Feststellung des Bedarfs bis zur Inbetriebnahme der jeweiligen Schule beträgt sechs bis neun Jahre. Für zukünftige Planungen fordern wir daher eine schnellere Umsetzung der Planungs- und Bauvorhaben. 

Eine verkürzte Bauzeit hat sich beim Bau von Schulneubauten in Holzbauweise gezeigt. Bezirken wie Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg waren hier beispielgebend. Durch den Bau in Holzbauweise erfolgte eine Verkürzung der Bauzeit auf etwa drei Jahre. 

Die modernen Holzbautechniken versprechen durch die Verwendung von Vorfertigungen und Modulen eine hohe Flexibilität und kurze Bauzeiten, die eine schnelle und termingerechte Umsetzung der Neubauprojekte möglich macht. 

Möglichkeiten der Barrierefreiheit sind dabei von den Umsetzenden explizit einzubeziehen und möglichst umzusetzen. Es ist darüber hinaus notwendig, dass ein Austausch mit den Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Familie sowie Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und der Senatsverwaltung für Finanzen zu entsprechenden Musterraumprogrammen und zur Umsetzung der Barrierefreiheit erfolgt.  

Das Bauen von Schulen in Holzbauweise beinhaltet neben einer verkürzten Bauzeit viele weitere Vorteile. Durch die gewährleistete Wärmedämmung erfolgt eine Senkung des Energiebedarfs und somit eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Des Weiteren sind statische Sicherheit und Brandschutz ebenfalls gewährleistet.

In der vergangenen Legislaturperiode wurde bereits der Bau von Schulen in Holzbauweise gefordert (Drucksache: VIII-0218). Dieser Antrag wurde allerdings nicht erfolgreich beschlossen, weil sich dieser auf den Bau aktueller Schulen in Holzbauweise bezog, die sich bereits in der Planung befanden. Ein Beschluss wäre hier nicht zielführend gewesen, weil die Gefahr der Bauverzögerung bestand. Der vorliegende Antrag bezieht sich ausschließlich auf Schulneubauten, die sich noch nicht im Planungs- oder Bauprozess befinden.