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Pankow muss sich gegen die Hitze wappnen!

Bezirk soll sich auf diese Zukunftsaufgabe einstellen

Hitze ist politisch und trifft vor allem Menschen in den Randlagen unserer Gesellschaft besonders hart. Das Bezirksamt muss den Pankower Stadtraum deshalb besser gegen die Hitze wappnen. In einem Antrag fordert die Linksfraktion Pankow für die 8. Tagung der BVV am Mittwoch den 31.08.2022, einen mehrstufigen Hitzeschutzplan zu entwickeln. Dieser sieht die aktive Sensibilisierung der Bevölkerung und in höheren Warnstufen eine Aktivierung bezirklicher öffentlicher Abkühlzentren vor. Zusätzlich soll eine geographische Risikoanalyse erstellt werden, die besonders vulnerable Gruppen berücksichtigt. Durch spezielle Hitzestraßen, Fassadenbepflanzungen und Bäume muss die Stadt gekühlt werden. Kühle Orte sollen in einem Hitzeschutzatlas erfasst und so der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Der Bezirksverordnete und Sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion Maximilian Schirmer (DIE LINKE): „Besonders vulnerable Gruppen und Menschen mit geringen Einkommen sind verstärkt von Hitze betroffen. Hier muss der Bezirk seiner Fürsorgepflicht nachkommen und auch die Menschen schützen, die kein Haus am See oder eine Klimaanlage haben. Die kommenden Jahrzehnte werden von immer weiter steigenden Temperaturen, Dürren und Waldbränden geprägt sein. Besonders Städte sind durch den sogenannten „Urban-Heat-Island-Effect“ von Hitze betroffen. Es ist jetzt die Zeit, in eine hitzeresistente Infrastruktur zu investieren.“

Der Bezirk Pankow hat hier noch einen langen Weg vor sich, wie aus der Kleinen Anfrage 0288-IX "Hitzehilfe in Pankow" hervorgeht. Dort, wo besonders viele Flächen durch Asphalt und Beton versiegelt werden, wird die Hitze aufgenommen und gespeichert. Luftschadstoffe, der Verkehr mit den daraus resultierenden erhöhten Ozonwerten am Boden, und die Energie- und Wärmequellen heizen die Stadt zusätzlich auf. Ein immer größerer Energieverbrauch durch Kühlgeräte verstärkt diesen Effekt für den Großteil der Stadt, während nur wenige von der Kühle profitieren können. Pankow muss sich jetzt gut aufstellen, um beim Thema Hitzeschutz nicht als Schlusslicht zu enden.