Kultur verbindet

Kultur schafft Räume für Austausch und gehört für uns zur Grundversorgung in einem lebenswerten Bezirk. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass kulturelle Infrastruktur erhalten, besser gefördert und weiterentwickelt wird – auch jenseits etablierter Bühnen. 

Wir stehen an der Seite der freien Künstler*innen-Szene, von migrantischen und queeren Initiativen und selbstorganisierten Projekten, die kulturelles Leben in die Kieze bringen. Kultur braucht Raum – deshalb streiten wir für bezahlbare Ateliers, Veranstaltungsflächen und Werkstätten. Auch Bibliotheken, Museen, Jugendclubs und Stadtteilzentren sind wichtige Orte kultureller Bildung und Begegnung, die wir stärken wollen. Gerade sie waren zuletzt dem Kürzungsdruck des Senats ausgesetzt – für ihren Erhalt und Ausbau werden wir kämpfen.

Unser Ziel ist ein vielfältiges und zugängliches Kulturleben in ganz Pankow.

Initiativen:

Das erfolgreiche Modellprojekt „Free Open Air Spaces” wollten wir verstetigen und dauerhaft und unbürokratisch OpenAir Veranstaltungen ermöglichen. Trotz inhaltlicher Unterstützung durch BVV und Bezirksamt sieht sich das zuständige Amt jedoch außerstande, Flächen dafür bereitzustellen. (Drucksache IX-0063)

Auf unsere Initiative richteten das Bezirksamt und das Museum Pankow Gedenkveranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstands in der DDR am 17. Juni 1953 aus. (Drucksache IX-0328)

Wir haben uns für den dauerhaften Erhalt des Denkmals für Antifaschistischen Widerstandskampf und Befreiung beim Neubau der Brücke auf der Schönhauser Allee eingesetzt und den Erhalt des Denkmals in der BVV durchgesetzt. (Drucksache IX-0648)

Mit unserem Antrag Kulturorte für Menschen mit Migrationsgeschichte – Vielfalt in Pankow fördern! haben wir das Bezirksamt angeregt, sich zur Förderung amtsübergreifender Angebote für den Austausch von Menschen mit Migrationserfahrung zu bekennen. (Drucksache IX-0685)

Zu Ehren von Pankows Partnerstadt Ashkelon haben wir gemeinsam mit den anderen demokratischen Fraktionen eine Grünanlage in Prenzlauer Berg in Ashkelon-Platz umbenennen lassen. (Drucksache IX-0786)

Auf unsere Initiative hin hat sich das Bezirksamt erfolgreich für den Erhalt der Kunsthalle am Hamburger Platz als Ausstellungsort der Kunsthochschule Weißensee eingesetzt. Damit bleibt ein bedeutender Ort für junge Kunst und kulturelle Teilhabe im Bezirk Pankow erhalten. (Drucksache IX-0379)

Wir forderten, dass der Bedarf an kultureller Infrastruktur – von Bibliotheken über Jugendkunstschulen bis zu Räumen für die freie Szene – bei der Stadtentwicklung systematisch mitgedacht und gesichert wird. Ziel ist es, weiße Flecken zu schließen, neue Quartiere kulturell mitzuplanen und Räume für Kultur auch in Kooperation mit landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zu schaffen. (Drucksache IX-0377)     

Wir sichern den Mauerpark als Kultur- und Begegnungsort: Die bestehende Parkordnung gilt weiter, während am Runden Tisch eine tragfähige Fortschreibung erarbeitet wird. Kultur bleibt möglich—Grillfläche, Flohmarkt, Karaoke und Straßenmusik mit klar ausgewiesenen Bereichen und Lärmminderung—und auch während der Sanierung bleibt die Graffiti-Mauer zugänglich; zugleich haben wir bei Pflege und Entwicklung mit Grün Berlin regelmäßige Berichte und Qualitätssicherung verankert. (Drucksachen IX-0898, IX-1015, IX-1023, IX-1024)  

Wir setzten uns dafür ein, den Magistratsschirm unter dem U2-Viadukt der Schönhauser Allee während des geplanten Brückenumbaus kulturell, sportlich und gewerblich zu beleben. Ziel ist es, die Attraktivität der Geschäftsstraße zu erhalten und temporäre Nutzungen gemeinsam mit der BVG und lokalen Initiativen zu ermöglichen. (Drucksache IX-1174)

Wir setzen uns konsequent für den Erhalt unserer Spätikultur ein. Als niedrigschwellige Treffpunkte leisten diese einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander im Kiez – gerade für Menschen mit geringem Einkommen. Als im Sommer 2023 die Pläne der CDU-Stadträtin, Sitzgelegenheiten vor Spätis zu verbieten, bekannt wurden, stellten wir uns diesen entgegen und forderten, dass Spätis wie Bäckereien oder Feinkostläden behandelt werden, bei denen Außenflächen ebenfalls genutzt werden dürfen – trotz fehlender Schanklizenz oder Gästetoiletten. Statt pauschaler Verbote setzen wir auf eine gerechte Regelung, die sowohl den öffentlichen Raum schützt als auch die Vielfalt des Berliner Straßenbilds erhält.

Wir setzten uns frühzeitig für den Erhalt der Kulturkneipe WATT in der Metzer Straße ein und appellierten an die Eigentümerin, den auslaufenden Mietvertrag nicht zu kündigen. Das WATT ist ein wichtiger Ort für Kunst und Nachbarschaftskultur – gerade in Zeiten, in denen steigende Mieten viele Kiezorte verdrängen. Wir forderten Gespräche mit der Initiative „Watt retten!“ und der Politik, um eine gemeinsame Lösung für den Erhalt dieses kulturellen Treffpunkts zu finden.