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Einbeziehung von SchülerInnen der Grundschule im Panketal in Baumaßnahmen

Kleine Anfrage: KA-0491/VI

BV Sören Benn, Linksfraktion 

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

  1. In welcher Art und Weise wurden die SchülerInnen der Schule im Vorfeld der Neu­gestaltung des Schulhofes in die Planungen einbezogen?
  2. Welche Ideen der SchülerInnen fanden Berücksichtigung in Planung und Bauaus­führung?
  3. Wann und wie wurden die SchülerInnen über die Ergebnisse einer Prüfung ihrer Ideen informiert?
  4. Warum ist bei der Gestaltung des Schulhofes das Profil der Schule als behinder­tenfreundliche Schule nicht berücksichtigt worden?

Antwort des Bezirksamts

Abt. Finanzen, Personal und Umwelt

  1. Im Oktober 2005 wurde in der Grundschule im Panketal mit den Schülerinnen und Schülern ein Gestaltungsworkshop durchgeführt. Im Rahmen des kreativen Unterrichts wurden Exkursionen zu anderen Schulen unternommen und anhand von künstlerischen Modellen „Traumlandschaften“ entworfen und gegenständlich dargestellt.
  2. Die Auswertung der Werkstattwoche, mit der Fertigung eines Maßnahmekonzeptes, übernahmen die Landschaftsarchitekten Bode, Williams und Partner im Auftrag der Pädagogischen Beratungsstelle „Grün macht Schule“ des Berliner Senats.
    Im Ergebnis wurden bestimmte Themenbereiche wie Bewegungsspiele, Verstecken, Gartenanlagen und Verweilmöglichkeiten immer wieder dargestellt. Anhand der kleinteiligen Gestaltung der Modelle ist gut erkennbar, dass großflächige Bewegungsangebote weniger gewünscht werden. Einzelne Themen wurden in vielfältigen und anschaulichen Variationen dargestellt:
    - mit Bänken ausgestattete begrünte Ruhebereiche,
    - Gärten und abwechslungsreiche Bepflanzungen,
    - Wasserflächen,
    - bestimmte Spielgeräte wie Schaukeln, Rutschen, Spielhäuser, Verstecke
    - Überdachungen/Unterstände, z.B. Segel, Baumdächer oder begrünte Pergolen.
    Auf Grundlage dieser Wünsche und Anregungen wurde seitens des Planungsbüros ein realisierungsfähiges Gesamtkonzept im Jahr 2006 erarbeitet. Ein erster Bauabschnitt wurde im Jahr 2008 realisiert. Der 2. Bauabschnitt ist Bestandteil des Sanierungsprogramms des Senats von Berlin und wird in der zweiten Jahreshälfte 2009 durchgeführt.
    Die Gestaltung und Aufwertung der Schulhoffläche erfolgt unter Berücksichtigung der Werkstattwoche nach folgenden Prioritäten:
    - Minimierung der befahrbaren Verkehrsflächen,
    - Reduzierung der Flächenversiegelung,
    - Abgrenzung bzw. räumliche Trennung sensibler Freiflächen des Schulbereichs,
    - Anlage wechselnd nutzbarer Flächen und zweckgebundener Bereiche zu einer dynamischen Freiraumgestaltung,
    - Beteiligung der Nutzer an der Planung, Entscheidung und Realisierung,
    - Schutzdächer, Pergolen, „Grüne Klassenzimmer“ für den Unterricht im Freiraum,
    - Barrierefreie und für Jedermann zugängliche Gelände und Objekte,
    - Materialvielfalt und der Nutzung angemessene Materialverwendung.
    Da es sich hier um eine Sanierungsmaßnahme und nicht um eine Neuanlage handelt, sind nicht immer alle Grundsätze anwendbar. Neben der Sanierung der Verkehrsflächen ist eine deutliche Akzentuierung und Modellierung des Geländes seitens der Planungsbeteiligten ausdrücklich erwünscht.
    Die Schule hat vielfältige Anregungen und Gerätewünsche, abgestimmt mit dem Förderverein, dem Lehrkörper, den Eltern und Schülerinnen und Schülern, übermittelt. Aufgrund der begrenzten Mittel wurde eine Prioritätenliste für neue Spielgeräte mit den Vertretern der Schule aufgestellt und abgestimmt.
    1. Kleine Kletterspinne,
    2. Kleine Hangrutsche,
    3. Verschiedene Reckstangen,
    4. Sechseckschaukel.
    Weitere Wünsche, die jedoch vorläufig außerhalb des Budgets liegen, wurden geäußert:
    1. Kletterseilkombination, Grundausstattung,
    2. Kletterseilkombination, Anbauelemente,
    3. Skulpturengarten, Einfriedung,
    4. Skulpturengarten, Sitzobjekte,
    5. Grünes Klassenzimmer, Grundausstattung,
    6. Grünes Klassenzimmer, Pergola,
    7. Kleines Amphitheater, Sonnensegel.
    Um das Budget zu entlasten, werden zwei Projekte aus der Maßnahme genommen, die im Frühjahr 2010 als zusätzliche Projekte durch „Grün macht Schule“ verwirklicht werden:
    Projekt 1: Verschiedene Sitzangebote im Hortbereich und im Skulpturengarten.
    Projekt 2: Weidenhütte und Weidentunnel.
  3. Das Gesamtkonzept wurde am 13.02.2006 dem Schulkollegium und ausgewählten Schüler- und Elternvertretern vorgestellt. Entsprechend der Abstimmung mit dem Lehrerkollegium der Grundschule im Panketal und den Anmerkungen der Schülervertreter wurde eine detaillierte Vorentwurfsplanung erarbeitet, die den Planungsbeteiligten am 24.03.06 im Umlaufverfahren mit der Bitte um Prüfung und Stellungnahme zugestellt wurde.
    Im Ergebnis sieht das Gesamtkonzept das Hinzufügen eines abwechslungsreich gestalteten „Schulgartens“ vor. Zusätzlich wurden zwei Standorte für „Sonnensegel“ vorgeschlagen.
    Informiert wurden die SchülerInnen u.a. von der Lehrerschaft und den Erziehern sowie den Klassensprechern über die regelmäßigen Klassensprecherzusammenkünfte (1x / Monat). Zusätzlich erfolgten Informationen über Elternbriefe (vierteljährlich) und das Internet. Der jeweilige Planungsstand war auch Thema in den vielfältigen Gremien wie der Schulkonferenz, der Gesamtelternkonferenz (GEV) und der Klassenelternversammlungen.
  4. Insgesamt ist eine barrierefreie Anlage mit Objekten geplant, die für jeden zugänglich sind. Die geplante Umgestaltung des Schulhofes wird dem Profil der Schule als behindertenfreundliche Schule gerecht. Nach Auskunft des Schulleiters fand auch eine Anhörung wegen der behindertengerechten Gestaltung statt. Im Ergebnis des Abstimmungsprozesses mit allen Planungsbeteiligten ist die Herstellung einer barrierefreien Verbindung zwischen Hort und Pausenhof vorgesehen.

Matthias Köhne

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