Pfadfinder*innenstamm Plejaden im W24

BV Maria Bigos

Kleine Anfrage - KA-1244/IX

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

Der Pfadfinder*innenstamm der Plejaden verzeichnet einen hohen Zulauf, setzt die Plejaden aber auch vor organisatorische und vor allem räumliche Herausforderung. Derzeit haben die Plejaden im W24 einen Ankerpunkt. Dort können sie jedoch nur einen Raum mit einer Platzbeschränkung von 10 Personen und offene Zeitfenster der Einrichtung nutzen. Bei derzeit rund 90 aktiven Mitgliedern und zuletzt rund 200 Anfragen auf Mitgliedschaft (Stand 2024), gerät die Jugendverbandsarbeit der Plejaden an ihre Grenzen. Vor dem Hintergrund, dass Rechtsextreme verstärkt junge Menschen mit Gemeinsinn und Kameradschaft ködern, bieten Angebote der Jugendverbandsarbeit wie das der Plejaden eine positive Alternative, die es für den Bezirk zu erhalten gilt. 

  1. Welche Öffnungszeiten hat das W24 aktuell im Wochenverlauf (Wochentage, Zeiten, Angebotsformate)?
  2. Welche Räume und Flächen der W24 werden derzeit regelmäßig für offene Kinder- und Jugendarbeit und welche werden gelegentlich, temporär oder gar nicht für Angebote genutzt?
  3. Liegen dem Jugendamt Pankow aktuelle Daten zur Auslastung der W24 vor (z.B. durchschnittliche Besucher*innenzahlen pro Öffnungstag, Nutzung einzelner Räume, Spitzen- und Schwachzeiten)?
  4. Wie ist die Nutzer.innenauslastung des W24? Wie viele Besuchende hatte das W24 in den Jahren 2021 bis 2025? Bitte um Nennung absoluter Zahlen nach Jahresscheiben.
  5. Über wie viele Vollzeitäquivalente (VZÄ) pädagogischen Personals verfügt die W24 aktuell, und wie verteilen sich diese Stellen auf die Woche (Dienstzeiten)?
    1. Inwieweit können die Öffnungszeiten des W24 mit dem vorhandenen Personal abgedeckt werden?
    2. Gab es in den vergangenen 12 Monaten Einschränkungen der Öffnungszeiten, Angebotsreduzierungen oder temporäre Schließzeiten aufgrund von Personalmangel. Wenn ja, in welchem Umfang und zu welchen Zeiten?
  6. In welchem Umfang wird die W24 aktuell für anderweitige Nutzungen über die offene Kinder- und Jugendarbeit hinaus und auch Vermietungen genutzt?
    1. Nach welchen Kriterien wird eine anderweitige Nutzung oder Vermietung entschieden?
  7. Wie wird die Nutzung der W24 durch Kinder und Jugendliche statistisch erhoben und welche Kennzahlen werden dabei erfasst?
  8. Inwieweit und wie fließen die aus der Nutzung erhobenen Daten in die Steuerung der Einrichtung ein?
  9. Inwieweit und wie werden die Kinder und Jugendlichen, die im Rahmen der Gruppenstunden des Pfadfinder*innenstamms Plejaden in der W24 anwesend sind, in der Nutzungsstatistik der W24 erfasst?
    1. Inwieweit wird dabei berücksichtigt, dass der Stamm Plejaden als freier Träger mit gesonderter vertraglicher Grundlage Räume nutzt – erfolgt hier eine getrennte oder eine gemeinsame Auswertung mit der offenen Arbeit der W24? Sofern eine gemeinsame Auswertung erfolgt, bitte um Darlegung aus welchen Gründen die Nutzung durch den Stamm Plejaden in die reguläre Statistik aufgenommen wird, und welche Auswirkungen dies auf die Bewertung der Auslastung der W24 insgesamt hat?
    2. Wie stellt das Jugendamt sicher, dass bei der Bewertung der Auslastung und des jugendhilfeplanerischen Nutzens der W24 sowohl die offene Kinder- und Jugendarbeit als auch die verbandliche Jugendarbeit (z.B. durch den Stamm Plejaden) angemessen berücksichtigt werden?
  10. Weshalb wird die Anwesenheitszahl im derzeit von den Plejaden genutzten Raum des W24 auf 10 beschränkt?
  11. Wie bewertet das Bezirksamt das vorgelegte Konzept zur teilräumlichen Co-Nutzung des W24 durch die Plejaden?
    1. Sieht das Jugendamt Pankow vor dem Hintergrund der aktuellen Personal- und Flächensituation in einer teilräumlichen Ko-Nutzung mit einem freien Träger wie dem Pfadfinder*innenstamm Plejaden eine Möglichkeit, bislang nur eingeschränkt genutzte Flächen der W24 verlässlich zu aktivieren und zu bewirtschaften?
    2. Welche fachlichen, organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen müssten aus Sicht des Jugendamtes für eine solche Ko-Nutzung erfüllt sein?

 

Antwort des Bezirksamts