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NIE WIEDER! – Pankow gedenkt der Opfern der antisemitischen Novemberpogrome

Kranzniederlegungen auf jüdischen Friedhöfen in Weißensee und an der Schönhauser Allee

Bezirksbürgermeister Sören Benn, Bezirkstadträtin Dominique Krössin, Matthias Zarbock, Vorsitzender der Pankower Linksfraktion und seine Stellvertreter*innen Astrid Landero und Maximilian Schirmer, sowie weitere Vertreter*innen demokratischer Parteien in BVV und Bezirksamt haben am Dienstag auf den jüdischen Friedhöfen in Weißensee und in Prenzlauer Berg der Opfer der antisemitischen Novemberpogrome vor 83 Jahren gedacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland mehr als 1000 Synagogen, hunderte Menschen wurden ermordet und zehntausende in Konzentrationslager verschleppt. Die Pogrome waren Ausdruck einer immer radikaler werdenden antijüdischen Politik des faschistischen Regimes, die von breiten Teilen der deutschen Bevölkerung mitgetragen wurde und schließlich in die systematische physische Vernichtung von Millionen Jüdinnen und Juden in Europa und Nordafrika mündete.

Auch heute nimmt die Bedrohungslage bei vielen jüdischen Gemeinden in Deutschland wieder zu. Und auch in Pankow kommt es immer wieder zu antisemitischen Übergriffen. Das Ziel einer aktiven Erinnerungsarbeit muss es deshalb sein, das Ritual des Innehaltens und Gedenkens mit dem Kampf gegen den aktuellen Antisemitismus, Rassismus und weitere gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu verbinden. Politik und demokratische Zivilgesellschaft stehen gemeinsam dafür ein, das Bekenntnis „Nie wieder!“ jeden Tag aufs Neue mit Leben zu füllen.