Schule
Pankow ist ein stetig wachsender Bezirk und Heimat zahlreicher Familien. Bei uns leben – im Berliner Vergleich – die meisten Kinder und Jugendlichen. Der Ausbau der Schulen im Bezirk sowie die Sanierung des Schulbestands sind wichtige Themen der Bezirkspolitik. Bei der Schaffung neuer Schulplätze setzen wir auf die Gründung von Gemeinschaftsschulen mit Ganztagsangeboten. Aktuelle Themen sind vor allem die fehlenden Schulplätze im laufenden Schuljahr.
Hier finden Sie alle unsere Anträge und Anfragen, sowie alle Meldungen mit Bezug zu Schule und Bildung.
Teilnahme von Schulen am Projekt »Schule ohne Rassismus«
Ds. V-379/03
Antrag
der Fraktion der PDS
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
- Das Bezirksamt wird ersucht, in der bezirklichen Schülervertretung um Teilnahme von Schulen an dem Projekt »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« etwa in Form einer Informationsveranstaltung zu werben, und auch andere Einrichtungen, zum Beispiel freie Träger, auf die Möglichkeit der Teilnahme von Schulen an diesem Projekt hinzuweisen.
- Der BVV ist spätestens auf ihrer 15. ordentlichen Tagung am 21.05.03 Bericht zu erstatten.
Begründung:
Antirassistische Haltungen werden wie viele andere emotionale Haltungen und Denk- und Handlungsmuster im Wesentlichen in der Kindheit und Jugend entwickelt. Da Kinder einen Großteil ihrer Zeit im Lebensraum Schule verbringen, trägt diese in besonderem Maße auch Verantwortung für die Werteentwicklung der Kinder und Jugendlichen.
»Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« ist ein bundesweites und auf Nach-haltigkeit angelegtes Projekt. Es basiert auf einer Selbstverpflichtung von mindestens 70% all derer, die an der betreffenden Schule lernen, lehren und arbeiten. Sie verpflichten sich, sich langfristig mit Aktionen und Projekten an ihrer Schule gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus zu engagieren.
Näheres zum Projekt läßt sich im Internet unter »www.aktioncourage.org« erfahren.
Das Projekt wurde u.a. mit dem Förderpreis des Deutschen Bundestages »Demokratie leben«, mit dem Aachener Friedenspreis und der Buber-Rosenzweig-Medaille des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. In Berlin wird die Kampagne in Kürze auch über die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Migration gefördert werden.
