Zum Hauptinhalt springen
vdM

Schule

Pankow ist ein stetig wachsender Bezirk und Heimat zahlreicher Familien. Bei uns leben – im Berliner Vergleich – die meisten Kinder und Jugendlichen. Der Ausbau der Schulen im Bezirk sowie die Sanierung des Schulbestands sind wichtige Themen der Bezirkspolitik. Bei der Schaffung neuer Schulplätze setzen wir auf die Gründung von Gemeinschaftsschulen mit Ganztagsangeboten. Aktuelle Themen sind vor allem die fehlenden Schulplätze im laufenden Schuljahr.

Hier finden Sie alle unsere Anträge und Anfragen, sowie alle Meldungen mit Bezug zu Schule und Bildung.

Bedarfsprüfungen für die ergänzende Betreuung im offenen Ganztagsbetrieb abschaffen!

39. Tagung der BVV

Ds. VII-1137

Antrag der Linksfraktion


Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, sich gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, Bedarfsprüfungen in der ergänzenden Betreuung im offenen Ganztagsbetrieb abzuschaffen und allen Kindern bedarfsunabhängig eine Ganztagsbetreuung zu ermöglichen.

Begründung:

Die BVV unterstützt damit den Beschluss der Interessenvertretung der Pankower Eltern (BEA).

Beschluss der BEA-Sitzung vom 18. Februar 2016 (Auszüge):

»Wir, die ElternvertreterInnen des Bezirks Pankow, fordern vom Abgeordnetenhaus Berlin die sofortige und bedingungslose Abschaffung der Bedarfsprüfungen für die Freizeitbetreuung in den offenen Ganztaggrundschulen, sowie eine sofortige Umsetzung schon zu Beginn des Schuljahres 2016/17 durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. […]

Die Existenz dieser Bedarfsprüfung führt alle in Berlin eingesetzten und freigesetzten Energien zum Thema Inklusion ad absurdum, da dieser Verwaltungsakt eine aktive Verhinderung von Integration und Inklusion darstellt.

Sowohl die Eltern, als auch die Verwaltung des Bezirks Pankow, sind durch diese Bedarfsprüfungen überproportional betroffen, denn wir haben in Pankow 41 staatliche und 7 private Grundschulen in dieser Schulform. Nur eine einzige Grundschule und die beiden Gemeinschaftsschulen sind »Gebundene Ganztagschulen«. Kein anderer Bezirk hat eine solch extreme Ausgangslage, weder in absoluten Zahlen noch in der Relation der beiden Schulformen. [...]

Eine Tatsache ist, dass letztendlich für jedes Kind ein Bedarf begründbar ist und dies mit entsprechender Mehrarbeit insbesondere der PädagogInnen in den Schulen auch in vielen Fällen geleistet wird. Da die Senatsverwaltung – trotz mehrfacher Hinweise – bisher keine Notwendigkeit gesehen hat, die dafür eingesetzten Arbeitsaufwendungen der Eltern, PädagogInnen sowie der VerwaltungsmitarbeiterInnen zu erfassen und zu bewerten, dürfen wir getrost davon ausgehen, dass für den Wegfall aller damit verbundenen Arbeitsschritte und Aufwendungen neben dem gesellschaftlich emotionalen, definitiv ein verwaltungstechnischer und auch ein finanzieller Gewinn nachweisbar wäre.«

Zurück zum Kopf der Seite