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Maria Bigos und Maximilian Schirmer
Fraktionsvorsitzende
Aktuelles
Atelierhaus in Pankow – Finanzsenator ignoriert Haltung des Bezirkes
Liegenschaftspolitik des Senates setzt auf Verdichtung und Verdrängung
Jüngst wurde bekannt, dass der Berliner Senat die Absicht hat, das Areal des Atelierhauses in der Prenzlauer Promenade 149-152 als Wohnungsbaupotentialfläche zu behandeln und zu verwerten. Das stellt auch die Existenz der Ateliernutzung in Frage. Hierzu erklären Michael van der Meer, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion Pankow und Matthias Zarbock, kulturpolitischer Sprecher:
Das Bezirksamt Pankow hat – dem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow folgend – einer Verwertung des heutigen Atelierhauses widersprochen und Bedarf für eine eigene öffentliche Nutzung angemeldet. „Wir erwarten, dass der Senat eine einvernehmliche Lösung sucht und das umstrittene Areal nicht gegen den Willen des Bezirkes verkauft“, sagt Michael van der Meer. „Wenn sich die Senatsverwaltung für Finanzen über die Fachplanungen des Bezirkes hinwegsetzt, um Einnahmen für die Landeskasse zu erzielen zeigt sie, dass die neue Liegenschaftspolitik des Senates eben nicht nachhaltig ist. Eine vorausschauende Planung bedeutet, dass die öffentliche Hand eigene Liegenschaften für die Erfüllung ihrer Aufgaben nutzt, anstatt private Immobilien teuer anzumieten. Zudem entsteht mit dem Anwachsen der Bevölkerung in Pankow ein zusätzlicher Bedarf zum Beispiel an Schul- und Kitaplätzen. Wir wollen uns diesen Herausforderungen verantwortlich stellen.“
„Der Bedarf für bezahlbare Atelierflächen in Berlin ist riesig“, betont Matthias Zarbock. „Die BVV hat mit ihrem einstimmigen Beschluss gefordert, dass mit dem Areal so umgegangen wird, dass die Ateliers erhalten bleiben. Die Senatsverwaltung für Finanzen versucht, hier eine Wohnbebauung durchzusetzen, obwohl das Land die Ateliers schützen und fördern sollte.“

