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auf den Internet-Seiten der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow! Wir freuen uns über Ihr Interesse und hoffen, dass Sie finden, was Sie suchen. Sollte das nicht so sein, scheuen Sie sich nicht, uns direkt zu kontaktieren!
Maria Bigos und Maximilian Schirmer
Fraktionsvorsitzende
Aktuelles
Keine Zukunft ohne Erinnerung
Initiativen der Linksfraktion zu Pankower Geschichte und Erinnerungskultur
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow hat auf ihrer Tagung am 14.12.2011 mit großer Mehrheit drei Anträge der Linksfraktion beschlossen, die sich der Pankower Geschichte und der Erinnerungskultur widmen.
Der tragische Fall, der sich zu Weihnachten 1911 im Prenzlauer Berg ereignete, erregte die Menschen über die Grenzen Berlins hinaus: Im »Städtischen Obdach« – »Die Palme« genannt – starben 70 obdachlose Männer an einer Vergiftung mit verdorbenen Bücklingen. Auf Initiative der Linksfraktion soll ein Denkzeichen den historischen Ort im Stadtraum markieren und seine Geschichte ablesbar machen. Wesentliche Orte der Stadtgeschichte der sogenannten Gründerzeit drohen aus dem kollektiven Gedächtnis zu verschwinden. Nicht, weil sie als Orte oder Gebäude nicht mehr kenntlich wären, sondern schlicht auf Grund des Nutzungswandels und des Bevölkerungsaustausches. Im Gebäude des derzeitigen Krankenhauses fallen Sozial- und Zeitgeschichte der Stadt Berlin in Eins. Der Bezirk Pankow sollte seine diesbezügliche Verantwortung für die Erinnerungskultur wahrnehmen.
Die Geschichte der faschistischen Morde an Patienten im Zusammenhang mit der »Euthanasie« am Medizinstandort in Buch mit Nachdruck aufzuklären, ist eine Forderung, für die sich die BVV Pankow einstimmig ausgesprochen hat. Noch immer gibt es für Buch keinen gesicherten Überblick über die tatsächlichen Opferzahlen und kein Gedenkbuch der Namen der Opfer, obwohl seit der Wende Quellenmaterial zur Auswertung bereit steht. Die Forschung liegt derzeit nur in der Hand von aufopferungsvoll aktiven Ehrenamtlichen. Das Bezirksamt soll sich daher an die Bundesregierung, den Senat von Berlin, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Opfer- und Hinterbliebenenverbände, die Verbände der Ärzteschaft und die heute am Standort tätigen Klinikunternehmen wenden und dafür werben, dass ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen wird.
Einstimmig hat die BVV ebenfalls beschlossen, dass das Bezirksamt Vorschläge unterbreitet, wie der am 1. Dezember 2011 verstorbenen Schriftstellerin Christa Wolf durch eine Benennung von Orten oder Einrichtungen an ihrem letzten Heimatort ehrend gedacht werden kann.

