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Maria Bigos und Maximilian Schirmer
Fraktionsvorsitzende

Aktuelles

Linksfraktion Pankow fordert Unterstützung für die Mieter*innen in der Stargarder Straße

Nach einem Kellerbrand in einem Wohnhaus in der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg sind rund 120 Mieter*innen seit mehreren Wochen wohnungslos. Das gesamte Gebäude ist ohne Strom, Wasser und Heizung. Betroffen sind auch zwei Gewerbe mit entsprechenden Einnahmeeinbußen. Ein Ende der Situation ist bislang nicht in Sicht, da mit der Reparatur des eigentlichen Schadens immer noch nicht begonnen wurde.

Die Linksfraktion Pankow erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den Betroffenen:

„Für die Hausgemeinschaft ist die Situation eine enorme Belastung. Von einem Tag auf den anderen mussten sie ihre Wohnungen verlassen und die beiden Läden schließen. Nach wie vor gibt es keine verlässliche Perspektive auf Rückkehr. Stattdessen zeichnet sich eine Hinhaltetaktik ab, die möglicherweise auf eine Verdrängung der aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner abzielt,“

warnt Maria Bigos, Vorsitzende der Linksfraktion Pankow,

„während die notwendigen Reparaturen nicht angegangen werden, tauchen nach wie vor Inserate zu horrenden Summen für zeitlich befristete, möblierte Wohnungen im selben Haus auf.“

Bigos fordert deshalb ein entschiedenes Vorgehen:

„Es muss unabhängig geklärt werden, ob eine vollumfängliche Sanierung aller Elektro-, Heizungs- und Wasserleitungen, wie es Eigentümer und Hausverwaltung behaupten, tatsächlich notwendig ist. Aus Sicht der Betroffenen ging der Brandfall von einem klar identifizierbaren Kabel aus. Dass alle Versorgungsleitungen abgestellt wurden und das Haus vom Stromnetz genommen wurde, war eine Vorsichtsmaßnahme im Rahmen der Brandbekämpfung. Es ist daher fraglich, ob das so bleiben muss. Die bezirkliche Wohnungsaufsicht kann und muss bei einem Vor-Ort-Termin eigene Feststellungen zum Ausmaß des Brandschadens machen und auf Wiederherstellung der Versorgung in den unbeschädigten Leitungen drängen.“

Fred Bordfeld, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion, ergänzt:

„Vermieter sind grundsätzlich für die Instandhaltung ihrer Gebäude zuständig. Sie tragen auch etwaige Zusatzkosten, wenn durch Unbewohnbarkeit eine alternative Unterbringung notwendig ist. Ob eine Versicherung diese Zusatzkosten erstattet, ist keine Frage, die auf die Mieter*innen abgewälzt werden kann, sondern muss zwischen dem Vermieter und seiner Versicherung geklärt werden. Der Vermieter muss die Mietsache grundsätzlich im vertragsgemäßen Zustand erhalten und entstehende Mängel unverzüglich beseitigen. Alle darüber hinaus gehenden Instandhaltungsmaßnahmen gehören zu den regulären Pflichtaufgaben des Vermieters, denen er selbstverständlich nachkommen muss.“

In der Stargarder Straße aber werden die Betroffenen im Unklaren gelassen und die Sache im Grunde ausgesessen. Das birgt auch die Gefahr weiterer Gebäudeschäden, so Bigos:

„Durch den Heizungsausfall rinnt bei kalten Temperaturen Kondenswasser die Wände herunter. Schäden an der Bausubstanz und großflächiger Schimmel sind vorprogrammiert. Auch deshalb braucht es eine sofortige Reparatur an den beschädigten Versorgungsleitungen, die Inbetriebnahme der funktionsfähigen Stromleitungen und umgehende Befüllung der unbeschädigten Gas- und Wasserleitungen. Der Wiedereinzug der Mieterinnen und Mieter muss absoluten Vorrang haben.“

Die Linksfraktion wird zusammen mit der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen entsprechenden Antrag in der Sitzung der der Bezirksverordnetenversammlung Pankow am 4. März 2026 einbringen.