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Maria Bigos und Maximilian Schirmer
Fraktionsvorsitzende

Aktuelles

Rendite vor Vernunft

Abriss eines Wohnhauses statt Nutzung durch Studenten

Zum beschlossenen Abriss des Wohnhauses Am Schlosspark 30-32, das für Studentenwohnungen gut geeignet erscheint, erklärt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Linksfraktion Pankow, Dr. Michail Nelken:

 

Seit Monaten wird in der Stadt über die fehlenden Studentenwohnungen palavert. Heute zeigt sich der Regierende Bürgermeister beim Studentenwerk in großer Sorge. Der Senat tut jedoch nichts, dafür schreitet die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU zur Tat. Sie reißt ein durch sie aktiv entmietetes Wohngebäude, das sich gut als preisgünstiges Studentenhaus herrichten ließe, einfach ab. In dem Haus gibt es 46 einfache Ein-Raum-Appartements mit Bad und Küche. Die GESOBAU hat festgestellt, dass Sanierung und Umbau des 55 Jahre alten Gebäudes als Wohnhaus mit Zweiraumwohnungen unwirtschaftlich sei. Deshalb habe man den Abriss und die Errichtung eines Neubaus an gleicher Stelle beschlossen. Ein Umbau zu einem Studentenwohnhaus mit einfachem Standard will die GESOBAU und auch die Politik offenbar nicht in Betracht ziehen. Der Grund hierfür dürfte die exquisite Lage des Gebäudes sein: Straße Am Schlosspark in Pankow mit unverbaubaren Blick in den Park am vollkommen ruhigen Ende der Straße gelegen. Wenn Tegel geschlossen sein wird, ist das nebenan liegende Sommerbad die größte anzunehmende Belästigung in der Idylle. Hier lässt sich natürlich ein "niveauvoller" Neubau völlig risikofrei gewinnbringend errichten und bewirtschaften. Wie renditeträchtig wären demgegenüber Studentenappartements?

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