Fraktionsreport 02/2026

Der Druck auf die Gewobag wirkt

Von Stefan Jagla, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Auf die gut besuchte Mieterversammlung im Mühlenviertel Anfang des Jahres folgend, organisierten wir am 5. Februar und am 5. März kostenlose Mietrechtsberatungen für die Mieterinnen und Mieter der Gewobag. In der KulturMarktHalle nahm sich die erfahrene Mietrechtsanwältin Carola Handwerg Zeit für die Sorgen und Fragen der Anwesenden. In kleinen Tischgruppen konnten die individuellen Probleme mit der Gewobag ausführlich besprochen werden.

Auffällig war: Nur wenige der Anwesenden waren bereits bei der Mieterversammlung dabei gewesen. Die meisten sind über unsere Flyer auf das Angebot aufmerksam geworden. Das zeigt uns, dass der Bedarf für individuelle Beratung weiterhin gegeben ist – auch wenn sich die geschilderten Probleme ähneln: teils gravierende Mängel in den Wohnungen, ausbleibende Reaktionen der Hausverwaltung.

Besonders gut angenommen wurden die vorbereiteten Informationsblätter und Musterbriefe zur Mietminderung. Auch wenn wir nicht jede Frage sofort abschließend klären konnten, gaben diese vielen eine Orientierung, wie sie ihre Rechte gegenüber der Gewobag geltend machen können.

Unterdessen zeigt sich, dass der aufgebaute Druck wirkt! Von Bewohner*innen einiger Gewobag-Häuser wurde uns berichtet, dass sie Briefe bekommen haben, in denen sich die Wohnungsbaugesellschaft entschuldigt und Besserung gelobt hat und sogar Blumen verschenkte. Aber auch konkret tut sich was: Die seit langer Zeit defekte Klingelanlage in einem Haus wurde kürzlich repariert. 

Wir bleiben dran – und wir lassen die Mieterinnen und Mieter im Mühlenviertel mit ihren Problemen nicht allein.